Frankreich verbietet Handys in Schulen
Die französische Regierung hat am Sonntag angekündigt, dass Handys in Schulen verboten werden sollen. Dies betrifft Schüler, die 15 Jahre alt oder jünger sind. Das Verbot, das Präsident Emmanuel Macron während seines Wahlkampfes Anfang des Jahres vorgeschlagen hatte, soll im September in Kraft treten.
Unter der neuen Regelung können Kinder weiterhin ihre Handys zur Schule bringen, dürfen sie aber während der Schulzeit, auch in den Pausen, nicht benutzen. Obwohl die Nutzung von Handys im Klassenzimmer bereits verboten ist, werden sie trotzdem von vielen Schülern benutzt. Der französische Bildungsminister Jean-Michel Blanquer nannte dieses Thema eine Sache der „öffentlichen Gesundheit“. „Heutzutage spielen Kinder nicht mehr in den Pausen“, sagte er. „Sie sitzen alle nur vor ihren Smartphones. Aus bildungspädagogischer Sicht ist das ein Problem.“
Die Anzahl der französischen Teenager, die Handys haben, ist in den letzten Jahren dramatisch gestiegen. Laut der französischen Zeitung Le Monde hatten 2015 acht von zehn Jugendlichen ein Smartphone, verglichen mit zwei von zehn im Jahr 2011. Viele Schüler erhalten ein Handy im Alter von neun Jahren, wenn sie allein zur Schule gehen.