| Sabine: | Die östlichen Bundesländer haben auch dreieinhalb Jahrzehnte nach der deutschen Wiedervereinigung mit schrumpfenden Städten und Gemeinden zu kämpfen. Vor allem gibt es nur wenige junge Menschen, die sich ein Leben in ländlichen Gebieten im Osten vorstellen können. Projekte zum Probewohnen sollen diesen Trend umkehren. |
| Michael: | Nach der Wende blieb den Menschen in vielen Gebieten im Osten Deutschlands ja auch nichts anderes übrig, als ihre Heimat zu verlassen. Es gab dort einfach nichts mehr zu tun. |
| Sabine: | Das ist klar, und es war abzusehen. Direkt nach der Wiedervereinigung fiel es noch nicht so sehr ins Gewicht, dass viele Menschen die Gegend verließen, weil es immer noch genügend Leute gab, die die Stellung hielten. |
| Michael: | Mittlerweile gab es aber einen Generationswechsel. Diejenigen, die damals mitten im Leben standen, gehen bald in Rente. |
| Sabine: | Genau. Und diejenigen, die damals schon zu den Rentnern zählten, werden immer weniger. |
| Michael: | Dabei kann es in einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland durchaus von Vorteil sein, wenn um einen herum nicht so viele andere Menschen leben. |
| Sabine: | Ach ja? Welche Vorteile fallen dir denn da so ein? |