EU-Erdgasspeicher erreichen Wochen vor dem Stichtag eine Kapazität von 90 %
Der Stichtag vom 1. November und die Vorgabe von 90 % beruhen auf der EU-Gasspeicher-Verordnung, die 2022 nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine in Kraft trat.
Als Reaktion auf Moskaus unprovozierten Einmarsch in die Ukraine beschloss die EU, die Erdgasimporte aus Russland zu reduzieren. Ziel war es, Russlands Kriegsfinanzierung aus Erdgaseinnahmen zu verringern und die Abhängigkeit Europas von russischem Erdgas zu reduzieren.
Diese radikale Entscheidung führte zu einem starken Anstieg der Gaspreise. Im August 2022 erreichten sie 300 Euro pro Megawattstunde. Viele befürchteten Stromengpässe im Winter.
Als Reaktion führte die EU das Gasspeicher-Mandat ein und initiierte ein 300-Milliarden-Euro-Programm zur Beschleunigung des Übergangs zu erneuerbaren Energien.
Das entschlossene Handeln der EU hat Wirkung gezeigt. Bis Ende 2023 sank der Anteil der Erdgasimporte aus Russland von 40 % auf 8 %. Gleichzeitig liegen die Erd