Falschinformationen lösten Ansturm von Migranten nach Spanien aus
5 August 2026
JUAN ANTONIO ORIHUELA /Shutterstock
Eine derart große und plötzliche Migrationswelle war äußerst ungewöhnlich. Was war passiert?
Am 8. Juli hatte der spanische Oberste Gerichtshof ein Urteil bekanntgegeben, das die sofortige Zurückweisung von Migranten direkt an der Grenze in bestimmten Fällen für illegal erklärt. Wer schwimmend ankommt und damit keine physische Grenzanlage überwindet, hat seitdem Anspruch auf eine Einzelfallprüfung.
Falschmeldungen über dieses Urteil in den sozialen Medien ließen Zehntausende junge Menschen in Afrika glauben, dass Spaniens Grenzen offen seien. Sie strömten nach Ceuta und Melilla und überforderten die Grenzschutzkräfte innerhalb kürzester Zeit. Mindestens 67 Menschen kamen ums Leben, die meisten von ihnen durch Ertrinken.
Die Krise löste in einigen EU-Ländern empörte Reaktionen aus. Italiens rechtspopulistische Regierung stoppte den passfreien Reiseverkehr aus Spanien. Auch Frankreich führte zusätzliche Grenzkontrollen ein.
Die EU-Behörden halten der
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