Die Haussuche
Der schöne Schein
Wir wollten uns von der
Absage der Maklerin nicht den Rest unserer Reise
verderben lassen. Ich las mir die Nachricht trotzdem noch einige Male durch. Vielleicht ließe sich in die
Formulierung ja doch noch
ein Fünkchen Hoffnung hineininterpretieren. Doch nach und nach war mein Kopf immer mehr damit beschäftigt, Gründe zu finden, die gegen unser
vermeintliches Traumhaus sprachen. Es war einfach ein altes Haus, für das man
eine Menge Geld braucht, um es
in Schuss zu halten. Außerdem muss man bestimmt viel
heizen, damit es in den großen Räumen im Winter nicht zu kalt wird. Und da man ja andauernd von
steigenden Heizkosten hört, war es bestimmt keine gute Idee, in so einem Haus zu wohnen. Apropos heizen, die 30 Jahre alte
Ölheizung war zwar noch
funktionstüchtig, müsste aber bestimmt demnächst ausgetauscht werden. Das wird teuer. Und das Haus lag
weit abseits von größeren Ortschaften, sodass man für
jede Kleinigkeit das Auto nehmen müsste. Für einen entspannten
Familienalltag war das
alles andere als geeignet.
Ein bisschen
gemein fand ich die Angelegenheit aber doch. Vielleicht gehörte das Haus jetzt einem reichen älteren
Ehepaar aus Berlin, das ab und zu mal am Wochenende
der Großs