KaDeWe-Gruppe meldet Insolvenz an
8 February 2024
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| Jana: | Ach du meine Güte! Es gibt eine neue Hiobsbotschaft im schwer angeschlagenen Sektor der Kaufhäuser. Das Kaufhaus des Westens, seit jeher einfach nur KaDeWe genannt, ist insolvent. Das berühmte Berliner Kaufhaus ist mehr als nur ein Geschäft. Es ist eine Berliner Institution und das seit mehr als 100 Jahren. Auf über 60.000 Quadratmetern ist im KaDeWe an einem der Prunkboulevards Berlins jeder Luxus zu haben. Das KaDeWe ist schlicht weltberühmt und eine Top-Touristenattraktion Berlins. 50.000 Besucher hat das KaDeWe täglich. In der Weihnachtszeit sind es doppelt so viele. Die KaDeWe-Gruppe umfasst unter anderem auch das Oberpollinger in München und das Alsterhaus in Hamburg. Zu 49,9 % gehört die KaDeWe-Gruppe der wankenden Signa-Holding des umstrittenen bankrotten Österreichers René Benko und zu 50,1 % der Central Group, die der milliardenschweren thailändischen Familie Chirathivat gehört. Ist das KaDeWe noch zu retten, Michael? |
| Michael: | Oh ja, absolut. Das KaDeWe und die anderen noblen Adressen der KaDeWe-Gruppe verzeichnen allesamt steigende Umsätze. |
| Jana: | Häh? Wieso sind sie dann pleite? |
| Michael: | Das ist eine ganz andere Frage. Also erst einmal schwappt hier die Insolvenz der Signa-Holding auf die KaDeWe-Gruppe über. René Benko hat schon Karstadt und Galeria Kaufhof mehrfach in den Ruin getrieben. Der Geschäftsführer der KaDeWe-Gruppe begründet die Insolvenz mit den unverhältnismäßig hohen Mietkosten, die nicht marktüblich seien und weiter steigen sollen. Mit der Insolvenz wird die KaDeWe-Gruppe die Mietverträge los. |