Frühe Menschen kleideten sich schon vor 300.000 Jahren in Bärenfelle
Am 23. Dezember veröffentlichte das Journal of Human Evolution eine archäologische Studie, die neue Informationen darüber liefert, wann die frühen Menschen begannen, Kleidung zu tragen. Archäologen in Deutschland entdeckten Schnittspuren an einer Höhlenbärentatze, was darauf hindeutet, dass die prähistorischen Tiere bereits vor etwa 300.000 Jahren wegen ihres Fells gehäutet wurden.
Höhlenbären waren große Tiere, die vor ungefähr 25.000 Jahren ausgestorben sind. Sie hatten etwa die Größe eines Eisbären. Die langen Deckhaare des Fells bildeten eine luftige Schutzschicht, und die kurzen, dichten Haare näher an der Haut sorgten für eine gute Isolierung. Das Fell von Höhlenbären eignete sich gut zur Fertigung von einfacher Kleidung oder Bettzeug.
Pelze und Leder halten sich nicht länger als 100.000 Jahre, so dass es nur sehr wenige direkte Beweise für prähistorische Kleidung gibt. Schnitte in Knochen sind die einzigen Hinweise darauf, dass Tiere gehäutet wurden, um Kleidung zu fertigen. Bärentatzen haben nur sehr wenig Fleisch oder Fett. Aus diesem Grund zeigen die Schnittspuren, dass das Tier des Fells wegen gehäutet und nicht nur des Fleisches wegen geschlachtet wurde.