| Jana: | Wenn man über deutsches Essen redet, wird oft Fleisch erwähnt. Häufig ist dieses Fleisch in einen Darm gepresst, und man nennt es Wurst. Es gibt viele verschiedene Arten Wurst, doch eine sticht besonders hervor – die bayerische Weißwurst. Traditionell wird sie am Vormittag mit süßem Senf, Brezeln und Bier verzehrt. |
| Michael: | Ah ja. Was kann es Schöneres geben, als wenn der Tag mit einem Weißwurst-Frühstück in einem bayerischen Biergarten gestartet wird! Mir läuft das Wasser im Munde zusammen. |
| Jana: | Also, wenn ich morgens schon einen Liter Bier trinke, ist der Tag für mich gelaufen. |
| Michael: | Für die meisten Bayern scheint das anders zu sein. Sobald die Biergärten geöffnet sind, sind sie meist gut besucht, und die Bedienungen sind sehr damit beschäftigt, die vielen Keramiktöpfe mit den Würsten an die Tische zu bringen. Das Bier fließt auch schon vormittags in Mengen. |
| Jana: | Eine Weißwurst esse ich auch ganz gerne, wenn ich mal in München bin. Sie ist eine Münchner Spezialität, wird nur in Bayern hergestellt und auch nur dort wirklich frisch serviert. Nördlich des Weißwurst-Äquators sucht man sie vergebens. |
| Michael: | Was ist denn der Weißwurst-Äquator? |
| Jana: | So wird scherzhaft auch die bayerische Landesgrenze bezeichnet, durch die Bayern vom Rest der Bundesrepublik abgegrenzt ist. Jenseits des Weißwurst-Äquators gibt es keine echte Weißwurst. |