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Microsoft verhindert Hackerangriff mit Verbindung zum russischen Geheimdienst

Am Montag gab Microsoft bekannt, einen Cyberangriff gestoppt zu haben, der auf den US-Senat und auf konservative Think Tanks abzielen sollte, die einen härteren politischen Kurs gegen Russland fordern. Microsoft sagte, dass die Hackergruppe APT28 für den Angriff verantwortlich sei. APT28 wurde mit der russischen Geheimdiensteinheit in Verbindung gebracht, die versucht hatte, die US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2016 zu beeinflussen.

In einem Bericht erklärte Microsoft, dass sechs Webseiten entdeckt und beschlagnahmt worden sein, die erst vor Kurzem von den Hackern erstellt worden waren. Zwei dieser Webseiten imitierten die Seiten des Hudson Institute, eines Think Tanks, der aktiv in die Korruptionsermittlungen gegen Russland involviert ist, und des International Republican Institute, das sich weltweit für Demokratie engagiert. Andere Seiten ahmten Seiten des US-Senats nach, jedoch keine spezifischen Ämter oder politischen Kampagnen. Die Hacker wollten Nutzer dazu bringen, die gefälschten Seiten zu browsen, um so deren Passwörter und andere Zugangsdaten stehlen zu können.

Unterdessen gab Facebook am Dienstag bekannt, dass es gefälschte Seiten, Gruppen und Accounts mit Ursprung im Iran und Russland gelöscht hat, die zur Verbreitung von Falschmeldungen genutzt worden waren. Die Zielgruppe der gefälschten Inhalte waren Amerikaner und Facebook-Nutzer in Großbritannien, Lateinamerika und dem Nahen Osten.

Phillip: So viel zu den freundschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und Russland nach dem Helsinki-Gipfel ...
Clara: Das Schlimme daran ist, dass diese Versuche natürlich weitergehen werden. Microsoft hat jetzt diesen Angriff gestoppt – und Facebook hat die gefälschten Seiten und Accounts gelöscht – aber das ist sicherlich nicht das Ende.
Phillip: Die Frage ist, wie werden die USA reagieren? Bis jetzt habe ich noch keine Tweets von Präsident Trump zu diesem Thema gesehen – allerdings jede Menge Tweets zu allen möglichen anderen Dingen!
Clara: Es steht fest, dass er sich immer noch dagegen sträubt, sich zu den Einmischungsversuchen Moskaus in die US-Politik zu äußern.
Phillip: Naja, er sieht das als eine Frage der Legitimität seiner Präsidentschaft.
Clara: Was auch immer. Vielleicht kommt er nicht darum herum, auf diesen Angriff zu reagieren.
Phillip: Da bin ich mir nicht sicher. Nicht, wenn es einen größeren Druck aus der republikanischen Partei gibt, Russland gegenüber eine härtere Linie zu fahren. Besonders jetzt, angesichts der anderen Schwierigkeiten, mit denen seine Regierung zu kämpfen hat.
Clara: Vielleicht. Abgesehen von der Einmischung in die politischen Systeme anderer Länder – was an sich schon schlimm genug ist – ist der Einfluss, den gefälschte Social Media-Posts und Accounts haben, wirklich besorgniserregend. Es gibt bereits genügend Polarisierung und Hass auf Facebook, ohne dass diese falschen Gruppen noch dazu beitragen müssen.
Phillip: Das ist ein großes Problem. Der große Nachteil des Internets ist, wie schnell dort Fehlinformationen verbreitet werden können. Wie auch immer, je mehr ich solche Geschichten höre, desto vorsichtiger bin ich mit meiner Entscheidung, was ich glauben soll.